Das Schloss - Damals & Heute

Aktuell

Schloss  Kronburg, eines der schönsten Renaissance Schlösser Bayerns, thront malerisch auf einer Anhöhe (752m) über dem idyllischen Illerwinkel (10km südlich von Memmingen). In den früheren Zeiten Privileg jeweiliger Herrschaft, wird dieses Schloss seit Jahren einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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Geschichte

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Der eiszeitliche Moränenhügel, der heute die Kronburg trägt, gelangt mit dem Tode Herzog Welfs VI. im Jahre 1191 in den Besitz des Hohenstaufen-Kaisers Friedrich Barbarossa. Dieser lässt bereits wenige Jahre später an dieser Stelle einen militärischen Stützpunkt errichten; als dessen Hüter wird 1227 ein Rudolf von Cronburg erwähnt.

Nach dem Untergang des Hohenstaufen (1268) wird die Kronburg bald nach 1273 von König Rudolf von Habsburg ans Reich gebracht. Die Burg geht aber wegen chronischen Geldmangels der Regenten des Römischen Reichs Deutscher Nation immer wieder als Pfand an verschiedene Darlehensgeber (v. Wildenrod, v. Wolfsattel, v. Ratzenried, v. Uttenried, v. Werderstein). 1370 gerät der Ritter von Kronburg in eine Fehde mit dem schwäbischen Städtebund, in deren Verlauf die Kronburg von den Truppen der Städte Ulm, Memmingen, Kempten, Isny und Leutkirch offenbar vergeblich belagert wurde.

Die im Laufe der zeit sehr schadhaft gewordene Burg wird 1490 bis 1536 unter den Herren von Rechberg zum großen Teil neu gebaut. Bereits vor Ausbruch des Bauernkriegs wird die Burg 1524 von aufständischen Bauern vorübergehend besetzt. 1619 kommt die Kronburg als habsburgisches Lehen an Johann Eustach von Westernach, der von 1625 - 1627 Hochmeister des Deutschen Ritterordens war. Den Dreißigjährigen Krieg übersteht die nur zeitweilig von kaiserlichen Truppen besetzte Burg, wie es scheint, ohne Schaden. Während des Spanischen Erbfolgekriegs wird die Kronburg von den Franzosen besetzt und zum Teil abgebrochen. Durch den, von dem Augsburger Weihbischof Eustach Egolph von Westernach stark unterstützten und bereits 1707 vollendeten Wiederaufbau, verliert die Burg den Charakter einer Burgfeste und wird zum Schloss.

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1852 folgt die Namens- und Wappenvereinigung durch Heirat der letzten Namensträgerin Maria Theresia mit Freiherr Maximilian von Vequel. 

Seit 1953 umfangreiche Restaurierung der Burg durch Franz Freiherrn von Vequel-Westernach und seiner Frau Luise.

Heute ist das Schloss in Besitz der Familie von Vequel-Westernach.